Es ist nur ein kleines Stück auf dem Zeitstrahl. Und doch blickt der Verein für Jugendhilfe in Quakenbrück nach zehn Jahren auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Nun trafen sich Vertreter von Politik, Verwaltung und Vereinen zu einer Feierstunde im Mehrgenerationenhaus.Vor allem eins bescheinigten die zahlreichen Besucher dem Verein: Er habe sich in den vergangenen zehn Jahren sehr gut vernetzt und sei aus der Samtgemeinde nicht mehr wegzudenken. Samtgemeinde Bürgermeister Reinhard Scholz lobte bei allem Respekt für die Leistung des gesamten Vereinsteams vor allem auch die Arbeit von Geschäftsführerin Urthe Böhnert. Und auch wenn sie immer noch in Osnabrück lebe, sei sie mittlerweile Artländerin geworden. Anstelle des üblichen Gastgeschenks verwies Reinhard Scholz auf die energetische Sanierung des Hauses in der Friedrichstraße und schloss auch eine Beteiligung der Samtgemeinde an der Gestaltung der Außenanlagen zur Ostlandstraße nicht aus.
In Vertretung für Landrat Manfred Hugo blickte Ulrike Horstmann auf die Geschichte des Vereins zurück: Seit der Gründung hätten sich zwar die Inhalte der Vereinsarbeit verändert, doch folge jedes Projekt der Prämisse, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten.
Im Rahmen der ambulanten Hilfen werden Jugendgerichts- und Jugendberufshilfe sowie die Schulsozialarbeit angeboten. Alle Bausteine des Vereins stellte Mitarbeiter Uwe Suhrmann anhand einer bunten Mauer aus Kartons vor. Hier sind die Integrationsarbeit, das Erzählcafé, die Truppe „Pflege und Bau Neustadt“, Seniorenschulungen, offene Jugendarbeit, Mehrgenerationenhaus oder die Haupt- und Realschulkurse zu nennen. Insgesamt hätten 55 Jugendliche ihren Hauptschulabschluss über den Verein erworben. Gut die Hälfte von ihnen sei heute in Arbeit oder Ausbildung, so Böhnert, die das erhaltene Kompliment an ihre Mitarbeiter weiterreichte: „Ohne mein Team wäre all das nicht.“ Künstler und FIZ-Mitarbeiter Mustafa Mizrak interpretierte die Vereinsarbeit als stützenden Arm, den er aus dem Papier des Bersenbrücker Kreisblattes formte und an Böhnert überreichte. Des Weiteren eröffneten die Hortkinder die Ausstellung zum Projekt „Herz an Herz“ (wir berichteten). Kleine Showeinlagen der Mitarbeiter rundeten die etwa zweistündige Feier ab.