Es gibt unverzichtbare Bestandteile beim Mühlenfest am Lernort Nackte Mühle: Strohburg, Forscherstation oder Entenrennen gehören etwa dazu. Beim diesjährigen Tag der offenen Tür war dann aber doch etwas anders als bei den vorherigen Veranstaltungen: das Klangbild.
Neues beim Tag der offenen Tür
Ziel war es, möglichst alle Partner des Vereins für Jugendhilfe, der Jahr für Jahr das Fest an der Nackten Mühle organisiert, einzubinden, wie Veranstalterin Lisa Beerhues erklärte. In diesem Jahr standen daher die Theater-AG der Grundschule Haste und die Orchesterklasse der Thomas-Morus-Schule auf der Naturbühne.
Dazu kamen in diesem Jahr junge Leute aus der Hauptschule Innenstadt, der Möser-Realschule sowie der Theatergruppe Amigos Bandidos. Sie sind Teil des Theaterstücks „Dance for Nature“, das am Samstag im Emma-Theater uraufgeführt wird
Im Mittelpunkt - Partner auf der Naturbühne
Als Vorbereitung hatten die 40 Teilnehmer Workshops im Zoo, am Piesberg
und eben an der Nackten Mühle durchgeführt, berichtet Theaterpädagogin
Anja Deu. Die Führung mit Mitarbeiterin Björg Dewert sorgte für
Inspiration für Musik und Choreografie. Die jungen Leute nahmen bewusst
Geräusche des Waldes auf, stellten fest, wie sich die Natur barfuss
anfühlt, und sammelten Materialien des Waldes für Skulpturen.
Die Aufführung der jungen Leute besteht aus vier Teilen, von denen beim
Mühlentag die Bereiche Natur mit der sogenannten Wolfschoreografie und
Industrie mit der Darstellung von Maschinen zur Aufführung kamen. Die
weiteren Teile haben die Überschriften Müll und Wasser. „Das Projekt
ist mehr als ein Thema. Es geht darum, bei jungen Leuten die Beziehung
zur Natur zu verändern“, sagt Anja Deu. Wer allerdings die anderen
Teile des Stücks sehen will, der muss dann doch ins Theater.
Altbewährtes beim Familienfest
Neben diesen exklusiven Einblicken kamen die altbewährten
Programmpunkte des Mühlenfestes, das sich über die Jahre zu einem
echten Familienfest entwickelt hat. Eine Attraktion war wieder die
horizontale Gattersäge, die Rainer Schönlau bediente. Martin Becker bot
stündlich eine Führung an, bei der die zahlreichen Besucher die
Stromerzeugung durch die Körnermühle in Augenschein nehmen konnten. Der Presseartikel zum Download [496 KB]