Der Verein für Jugendhilfe e.V. wird zum regenerativen Stromerzeuger. Die Stadtwerke Osnabrück fördern die umweltschonende Anlage aus den Mitteln ihres Ökostromprogramms.
„Dieses Projekt ist ein Meilenstein für uns“, freut sich Urthe Böhnert,
Geschäftsführerin des Vereins für Jugendhilfe e.V., bei der offiziellen
Inbetriebnahme. Der Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück Herr Boris Pistorius bedankte sich besonders bei den Stadtwerken Osnabrück,
der städtischen Denkmalpflege den privaten Spendern und allen
ehrenamtlichen Helfern, die den Betrieb des historischen Mühlrades zur
Stromerzeugung möglich gemacht haben.
Strom aus der Kraft des Nettewassers
Nun dreht sich das Mühlrad bei Tag und bei Nacht und erzeugt Strom aus
der Kraft des Nettewassers. Jedoch nur solange genug Wasser vorhanden
ist. Denn das gesamte Niedrigwasser und generell 1/3 des Nettewassers
wird in die Umflut geleitet, damit die dort lebenden Wasserbewohner
nicht trocken fallen. Andererseits ist bei Hochwasser der Wasserstand
unterhalb der Mühle aufgrund der Regenwasserrückhaltebecken an der
Nette so hoch, dass er das Mühlrad so stark abbremst, dass die Leistung
nicht mehr zur Erzeugung von Strom ausreicht.
So wird an diesem Projekt
das problemorientierte Konzept des Lernortes deutlich. Probleme werden
thematisiert und Lösungen gefunden. In diesem Fall wird fünf
unterschiedlichen Nutzungsansprüchen der Umweltbildung, dem
Umweltschutz, der Naturschutz, der Denkmalpflege und dem
Hochwasserschutz Rechnung getragen.
Den Förderern
Vielen Dank an die Stadtwerke Osnabrück, die Familie Böhne, die
städtische Denkmalpflege, Michael Lutze, Martin Becker, Rainer
Schönlau, Wasserkraft Nordwest GmbH, dem Arbeitskreis Energie der
Lokalen Agenda 21, der Mühlenvereinigung Niedersachsen Bremen e.V., dem
Architekten Zur Heide, Herrn Imhoff, der FH Osnabrück Labor für
Fertigungsmesstechnik, dem Ingenieurbüro Stellmann, der
Integrationswerkstatt Belm, der Fa. HDM Maschinenbau, der Fa.
Bunselmeyer Maurerarbeiten, der Fa. Respondek Elektrik und der Fa.
Axel Berg Metallarbeiten.NOZ vom 28.2.2008 [143 KB]